Nebenwirkungen von Entzündungshemmern bei Hunden und Katzenantiinflamatorios naturales perro

Entzündungshemmer bezeichnen eine große Gruppe von Medikamenten, deren Funktion darin besteht, Entzündungen, Schmerzen und Fieber zu reduzieren. Man teilt sie in zwei Gruppen ein: nicht-steroidale (u.a. Aspirin) und steroidale Antirheumatika (allgemein bekannt als "Kortison"). Obwohl beide Gruppen Nebenwirkungen haben, sind die der steroidalen Antirheumatika gravierender, wobei sie auch deutlich effektiver in der Reduzierung von Entzündungen und Schmerzen sind.

Die größten Probleme im Zusammenhang mit der Gabe von Entzündungshemmern treten meist auf bei:

  • fälschlicher Verwendung von für Menschen vorgesehenen, nicht-steroidalen Entzündungshemmern bei Haustieren. Diese sollten niemals ohne vorherige Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Hunde und Katzen besitzen einen völlig anderen Stoffwechsel als Menschen und können diese Stoffe meist nur schlecht bis gar nicht metabolisieren, wodurch es schon bei geringen Dosen zu schweren Vergiftungen und letalen Folgen kommen kann.

  • unsachgemäßem Gebrauch von vom Tierarzt verordneten steroidalen Entzündungshemmern. Sie sollten sich stets an die vom Tierarzt verschriebene Dosis halten. Eine erhöhte Dosis oder ein verlängerter Verabreichungszeitraum können ohne veterinäre Aufsicht ebenfalls schwerwiegende Folgen mit sich bringen, da steroidale Entzündungshemmer tiefer in den Stoffwechsel des Tieres eingreifen.

Zudem darf nicht vergessen werden, dass bei älteren, besonders jungen oder erkrankten Hunden mehr Vorsicht bei der Gabe entzündungshemmender Medikamente geboten ist.

Indikationen gegen den Gebrauch sind:

  • Leber-/ Nierenschwäche oder kardiovaskuläre Erkrankungen

  • Dehydratation

  • wenn bereits andere Entzündungshemmer verabreicht werden

  • wenn bestimmte Proteine im Blut eine geringe Konzentration aufweisen (z.B. Albumin)

Symptome einer Vergiftung:

Die Symptome stehen in Verbindung mit der Schädigung von Leber, Niere und Magen.

  • leichte Vergiftungserscheinungen: Bauchschmerzen, Übergeben, Durchfall, Verweigerung der Nahrungsaufnahme

  • schwere Vergiftungserscheinungen: Dehydratation, Bleiche, Herzrasen, Durchfall oder Übergeben mit Blut, Blutergüsse (Aspirin), Temperaturanstieg (Aspirin), Ikterus, unkoordinierte Bewegungen, Krämpfe, Tod

Es existieren einige wenige Fälle, in denen auch die Gabe von nicht-steroidalen Entzündungshemmern zu Leberschäden in Hunden geführt hat.

Die verlängerte Gabe von steroidalen Entzündungshemmern kann aufgrund derer Ansammlung in verschiedenen Organen zu langfristigen Schäden führen. Weiterhin ist wichtig anzumerken, dass die Gabe dieser Mitteln nicht abrupt abgesetzt werden darf. Hierbei ist es besonders wichtig, den Anweisungen des Tierarztes zu folgen.

Behandlung einer Vergiftung:

  • Einleitung des Brechvorgangs

  • Gabe von Aktivkohle 

  • Gabe von Magenprotektoren wie Omeprazol

  • Intravenöse Gabe von Flüssigkeit

Heilungsaussichten:

In leichten Vergiftungsfällen in denen der Magentrakt nur gereizt und die Nieren und die Leber nur leichten Schaden erlitten haben, bestehen bei einer sofortigen und richtigen Behandlung sehr gute Aussichten auf eine vollständige Heilung. Wurde hingegen die Magenschleimhaut so weit angegriffen, dass Perforationen entstanden sind, sind die Aussichten auf einer vollständige Heilung aufgrund der resultierenden Peritonitis leider gering.

Alternativen zu traditionellen Entzündungshemmern

Zuerst sollte angemerkt werden, dass wenn ein Tierarzt ein entzündungshemmendes Mittel verschreibt, dies normalerweise gut begründet ist. In der Mehrheit der Fälle überwiegen die gewünschten Wirkungen die Nebenwirkungen. Jedoch gibt es auch Fälle, in denen es durchaus Sinn macht, die Therapie mit Alternativen zu unterstützen, um die Dosis zu verringern oder sie sogar ganz zu ersetzen.

Bandagen und Orthesen: können durch ihre Schutz- und Stützfunktion, das Gelenk entlasten und dadurch die Entzündungsreaktion "von außen" reduzieren. Dies erlaubt in vielen Fällen auch die Dosis der Medikation zu reduzieren. Neben der Erhöhung der Gelenkstabilität, wird das Gelenk durch den leichten Druck und das spezielle Material warmgehalten und die Blutzirkulation im betroffenen Bereich gesteigert, was ebenfalls die Reduzierung der Entzündung unterstützt.

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Omega-3-Fettsäuren: funktionieren wie natürliche Entzündungshemmer. Da sie keine Nebenwirkungen haben, können sie problemlos über längere Zeit verabreicht werden. Sie sind insbesondere bei Entzündungsprozessen der Haut wirksam.

Pflanzliche Entzündungshemmer: Neben den nicht-steroidalen Entzündungshemmern existieren auch vollkommen pflanzliche Mittel oder Extrakte mit entzündungshemmenden Eigenschaften, wie z.B. Teufelskralle. Sie können bei chronischen Schmerzen eine Option darstellen, wenn eine dauerhafte Gabe von medikamentösen Entzündungshemmern nicht in Frage kommt. Es wird jedoch davon abgeraten, Teufelskralle bei bestehenden Herzerkrankungen zu verabreichen.

Hundephysiotherapie und EMS-Therapie: Beide Therapieansätze können zu einer Linderung der Entzündung führen und die Rehabilitation unterstützen. Die Elektrostimulation kann auch bequem zu Hause durchgeführt werden.

Wärmetherapie: Infrarotlampen und die direkte Wärmeapplikation stellen eine weitere unterstützende Option zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen dar

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die beste Schmerztherapie mit Entzündungshemmern darin besteht, den Anweisungen des Tierarztes zu folgen, sich mit Vergiftungsanzeichen vertraut zu machen und die Therapie gegebenenfalls mit Alternativen zu unterstützen, um die Gesundheit Ihres Hundes so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Laura Pérez - Tierärztin

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